1936 – Ein Schmied, eine Anzeige und ein Traum

Es ist der 13. Februar 1936. Der junge Schmied Ove Lamdahl Justesen, gerade einmal 24 Jahre alt, öffnet die Türen zu seiner neuen Werkstatt in Brenderup (Fünen, Dänemark). Einige Monate zuvor hatte er eine kleine Anzeige in der Fyns Stiftstidende gesehen:

Einzigartige Möglichkeiten für einen talentierten Mann.“

Die Anzeige betraf eine Schmiede, die in Brenderup zum Verkauf stand. Ove reiste zusammen mit seiner Verlobten und seinem Schwiegervater dorthin, um sich den Ort anzusehen – eine kleine Werkstatt mit Drehbank und einigen einfachen Werkzeugen, aber mit dem richtigen Gefühl. Er entschied sich sofort: Hier werde ich mein Lebenswerk aufbauen. Für 14.500 dänische Kronen wurde die Schmiede sein Eigen, unterstützt von Familie und Freunden, die die nötige Anzahlung zusammenlegten.

Am selben Wintertag, dem 13. Februar, zog er ein. Dieser Tag markierte den Beginn der Geschichte von Brenderup.

1940er Jahre – Maschinen, Mut und neue Möglichkeiten

In den ersten Jahren arbeitete Ove als Dorf-Schmied: Er reparierte landwirtschaftliche Maschinen, fertigte Beschläge an und baute sich einen guten Ruf in ganz Nordwest-Fyn auf. Die Werkstatt wuchs schnell, und 1940 zog er auf ein größeres Grundstück in der Nähe des Bahnhofs von Brenderup.

Als der Zweite Weltkrieg ausbrach, wurden Materialien schwer verfügbar, doch wo andere Probleme sahen, sah Ove Chancen. Er kaufte alte Stahldrähte, richtete sie von Hand und verwendete sie in seiner Produktion. Der Krieg erforderte Kreativität, und daraus entstand die Brenderup Maschinenfabrik. Hier wurden unter anderem Rübenwaschmaschinen – Maschinen, die Zuckerrüben vor der Weiterverarbeitung reinigten – und Rübenschneider hergestellt, die die Rüben in Tierfutter schnitten. Das bekannteste Produkt wurde der Roerslev-Pflug, eine landwirtschaftliche Maschine, die gemeinsam mit dem Erfinder Kristian Andersen entwickelt wurde.

1950er Jahre – Von der Schmiede zur Maschinenfabrik

Nach dem Krieg beschleunigte sich die Mechanisierung der Landwirtschaft, und Brenderup entwickelte mehrere neue Maschinen. Die bekannteste war der „Gummiwagen“ – ein robuster landwirtschaftlicher Wagen mit einer ungewöhnlich fortschrittlichen Zugkonstruktion, einem sogenannten „schwimmenden Deichselgelenk“, das das Fahren weicher machte und den Wagen präzise dem Gelände folgen ließ.

Die Konstruktion war kompliziert und daher auch teuer, aber die Qualität sprach für sich. Der Gummiwagen erlangte schnell den Ruf, der am besten gebaute Wagen in ganz West-Fyn zu sein – ein frühes Beispiel für Brenderups Fokus auf Qualität und Langlebigkeit bereits in den 1950er Jahren.

Doch die Welt veränderte sich schnell, und Ove erkannte, dass die Zukunft im Transport lag, nicht nur in der Landwirtschaft. Auf einer Reise nach Deutschland sah er eine Wagenart, die es in Dänemark noch nicht gab: einen Wagen, den man an das Auto und nicht an den Traktor anhängen konnte. Diese Idee nahm er mit nach Hause.

Ende der 1950er Jahre – Die ersten Anhänger

Nach dem Krieg beschleunigte sich die Mechanisierung der Landwirtschaft, und Brenderup entwickelte mehrere neue Maschinen. Die bekannteste war der „Gummiwagen“ – ein robuster landwirtschaftlicher Wagen mit einer ungewöhnlich fortschrittlichen Zugkonstruktion, einem sogenannten „schwimmenden Deichselgelenk“, das das Fahren weicher machte und den Wagen präzise dem Gelände folgen ließ.
Die Konstruktion war kompliziert und daher auch teuer, aber die Qualität sprach für sich. Der Gummiwagen erlangte schnell den Ruf, der am besten gebaute Wagen in ganz West-Fyn zu sein – ein frühes Beispiel für Brenderups Fokus auf Qualität und Langlebigkeit bereits in den 1950er Jahren.
Doch die Welt veränderte sich schnell, und Ove erkannte, dass die Zukunft im Transport lag, nicht nur in der Landwirtschaft. Auf einer Reise nach Deutschland sah er eine Wagenart, die es in Dänemark noch nicht gab: einen Wagen, den man an das Auto und nicht an den Traktor anhängen konnte. Diese Idee nahm er mit nach Hause.

1960–70er Jahre – Das Sortiment wächst

Anfang der 1960er Jahre war klar, dass der Anhänger die Zukunft von Brenderup war. Die Straßen füllten sich mit Autos und der Bedarf an zuverlässigen Transportlösungen wuchs. Die Produktion wuchs so schnell, dass eine neue Fabrik in Åby gebaut wurde, doch nicht alles passte hinein. Einige Bereiche blieben viele Jahre in Brenderup bestehen.
Gleichzeitig wurde das Sortiment erweitert: 1966 wurde der beliebte Universalwagen eingeführt, der in ganz Skandinavien und Deutschland verkauft wurde. Danach folgten Spezialanhänger wie Bootsanhänger, Pferdeanhänger, Autotransporter und die ersten Kastenanhänger, die „Cargoliner“.

1970 wurden Brenderup-Anhänger in Schweden und Norwegen vorgestellt, und die Zusammenarbeit mit Åkland in Trollhättan wurde ein Meilenstein. Auf deren Wunsch wurde ein neues gebremstes Modell entwickelt, das im ersten Jahr über 700 Mal verkauft wurde.
In Zusammenarbeit mit deutschen Händlern, die hohe Anforderungen an die Haltbarkeit stellten, begann Brenderup, seine Anhänger zu verzinken – ein enormer Schritt für die Qualität.

1980–90er Jahre – Vom nordischen Favoriten zur internationalen Marke

In den 1980er Jahren trat Brenderup in Europa und weltweit auf, mit Exporten nach Deutschland, Österreich, Schweiz und Japan. Gleichzeitig wuchs das Sortiment stark und umfasste mehrere Anhängerserien, Bootsanhänger sowie weiterentwickelte Pferde- und Autotransporter. 1986 war ein Schlüsseljahr: der neue Pferdeanhänger Royal, die modernere L-Serie und verbesserte Ladungssicherungen mit STS-Profilen wurden eingeführt. Ein Jahr später kam eine ganz neue Generation von Bootsanhängern mit einem Tilt-Roll-System, das das Beladen einfacher denn je machte.

1986 verließ zudem Anhänger Nummer 200.000 die Produktion von Brenderup – ein Symbol dafür, wie weit das Unternehmen seit der Eröffnung der Schmiede durch Ove 1936 gekommen war.

2000er Jahre – Neue Fabriken, neue Möglichkeiten und das gleiche Herz

Wenn Sie weiter durch das Museum gehen, erreichen Sie die letzten Jahrzehnte – eine Zeit, in der Brenderup große Schritte machte, aber niemals seine Seele verlor. 2003 wurde die Fabrik in Wielen, Polen, eröffnet, die später zu einer modernen Produktionsanlage ausgebaut wurde und heute alle Brenderup-Märkte unterstützt. 2012 erhielt Brenderup sein aktuelles Logo, ein Symbol für Qualität und ein Erbe, auf das wir stolz sind.
2014 nahm die Reise eine neue Richtung, als die Brenderup Group gegründet wurde – ein eigenständiges Unternehmen, in dem Brenderup zu einer der führenden Premium-Marken wurde. Dass die gesamte Gruppe den Namen Brenderup trägt, sagt viel über das Erbe und die Qualität aus, die seit 1936 aufgebaut wurde.
Gleichzeitig wurden die Produkte weiterentwickelt. 2020 wurde eine vollständig überarbeitete Serie von Bootsanhängern eingeführt, klar in Serien unterteilt und mit intelligenteren Funktionen. In den letzten Jahren hat Brenderup zudem große Schritte in Richtung der Zukunft des Kaufs gemacht: Click & Collect wurde eingeführt, ein modernes Konzept, das es ermöglicht, den Anhänger online zu bestellen. Dies war ein natürlicher Schritt nach 90 Jahren Lernen, Innovation und enger Kundenbindung.
Trotz aller Entwicklungen bleibt eines unverändert: Alles begann in Brenderup, und unser dänisches Herz schlägt noch immer stark. Hier tragen wir unsere Geschichte mit uns, während wir weiterhin intelligentere Lösungen, neue Produkte und neue Möglichkeiten schaffen.

Brenderup. 90 Jahre Erfahrung. 90 Jahre Bewegung. Always On The Move.

Wenn Sie das Brenderup-Museum verlassen und über die Landschaft blicken, können Sie die Hammerschläge von 1936 hören. Sie erinnern daran, dass die Zukunft immer von denen gebaut wird, die den Mut haben, sie selbst zu gestalten. 

Brenderup Universalwagen

 1966 war die Produktion der Universalwagen in vollem Gange, das wichtigste Produkt für lange Zeit.

Brenderup Wohnwagen

 In den 1960er Jahren begann die Produktion des „Wohnwagens“, ein Zeltanhänger, der auf einen normalen Anhänger montiert werden konnte.

Brenderup Pferdetransporter

 In den 1970er Jahren begannen wir mit der Herstellung von Pferdetransportern, was unser Interesse an Sperrholzmaterialien weckte. Um höchste Qualität zu gewährleisten, reisten wir weltweit auf der Suche nach einem Lieferanten, der unseren Anforderungen entsprach.

Brenderup Bootsanhänger

 In den 1970er Jahren begann Brenderup mit der Herstellung von Bootsanhängern.

Brenderup Kastenanhänger

Unser erster Kastenanhänger, der Cargoliner, wurde 1978 eingeführt und markierte den Beginn der Serie, die heute zu Cargo Dynamic und Cargo Excellent entwickelt wurde.

Brenderups 100.000. Anhänger verkauft

1980 verkauft Brenderup seinen 100.000. Anhänger, eine dänische Version des damaligen Modells 400 S.

BRENDERUPS MEILENSTEINE

1936: Brenderup wird im Dorf Brenderup auf Fünen gegründet.

1952: Produktion von Anhängern beginnt.

1966: Universalwagen wird eingeführt und zum Bestseller.

1970: Herstellung von Pferdetransportern beginnt.

1972: Die ersten Bootsanhänger werden breit auf dem Markt eingeführt.

1978: Cargoliner wird eingeführt – Brenderups erster Kastenanhänger.

1979: Brenderup wird Teil von Eldon.

1980: Anhänger Nummer 100.000 wird hergestellt1997: Skandinaviens größte Anhängermarke wird Teil der Thule Group.

2003: Fabrik in Wielen, Polen, wird eröffnet.

2012: Brenderup erhält sein aktuelles Logo.

2014: Brenderup Group wird als eigenständiges Unternehmen gegründet, Brenderup als Premium-Marke.

2019: Brenderups schwedische Fabrik zieht nach Stigamo, Jönköping.

2020: Neue Bootsanhänger-Serie wird eingeführt, aufgeteilt in X-line und Premium.

2021: Storskogen wird neuer Eigentümer der Brenderup Group.

2024: Click & Collect wird eingeführt.

2026: Brenderup feiert 90 Jahre!